Als ich am 11.06.19 bei meinem Urologen war, hatte er mich zum Röntgen geschickt und eine Blasenspieglung im Krankenhaus beauftragt. Es gäbe hier einiges zu berichten, was alles im Vorfeld zum Röntgen schief gelaufen ist, von falscher Terminvergabe bis zum Verschwinden des Röntgenbildes in der Praxis, aber das hat sich dann doch nach und nach alles geklärt. Das Ergebnis der Röntgenuntersuchung war jedenfalls, dass man nichts genaues sagen kann, weil mein dicker Bauch gestört hat.
Die Terminvergabe durch die Urologieambulanz hat nach dem Vorgespräch, bei dem der Arzt nicht wusste, dass ich einen Termin hatte und ich erst nach drei Stunden Wartezeit, nach Feierabend dran kam, gut funktioniert.
Am 02.07.19 hatte ich dann nochmal ein Vorgespräch mit einer Urologin und einer Anästhesistin. Diesmal nur 1 1/2 Stunden Wartezeit und eine Menge Lauferei zwischen den Abteilungen
Termin für die Blasenspieglung am 05.07.19.
Im Gegensatz zu meiner großen OP hab ich vor dem kleinen Eingriff richtig Schiss. Mein Gesundheitszustand ist zwar nicht perfekt, aber in den letzten Wochen gab es doch einige Verbesserungen. Und so eine Vollnarkose kann auch schon mal schief gehen. Ich hab ein paarmal überlegt, ob ich das nicht alles absage. Aber dann hat doch die Vernunft die Angst besiegt. Ich weiß und fühle doch, dass am Blasenschließmuskel irgendwas nicht stimmt. Wenn ich den Termin absage bleibt es ungeklärt.
Am 05.07.19 7:30 Uhr war ich pünktlich im Wartezimmer der urologischen Ambulanz und wurde dort von einer freundlichen Schwester abgeholt und in den Aufwachraum gebracht. Dort stand schon ein Bett und ein OP-Hemd für mich bereit. Ausziehen, Sachen in den Schrank, Schlüssel unter das Kopfkissen. Nach einer freundlichen Erklärung der Schwester, das OP-Hemd richtigrum anzuziehen, ins Bett legen und warten. Zum Glück hatte ich den ersten OP-Termin an diesem Tag bekommen. Es wurde doch 8:20 Uhr bis es weiterging, der Anästhesist war noch in einer Besprechung und hatte sich etwas verspätet. Nun wurde ich in den OP gebracht. Auf die Liege setzen, Beine in die Halbschalen und anschnallen. Zum Glück geniere ich mich nicht nackt zu sein, aber es ist schon ein komisches Gefühl, völlig offen vor drei Krankenschwestern zu liegen. Aber natürlich ist das für alle Beteiligten, außer für mich, eine völlig normale Situation. Der Anästhesist legte mir den Zugang fast schmerzfrei in meine Handvene und dann konnte ich auch schon zählen. Eins, zwei, drei, vi……
Um ca. 8:45 wurde ich im Aufwachraum wieder wach.
Mir ging es gut, nach einiger Zeit wurde mir mein mitgebrachtes Brötchen und mein Wasser geholt. Nachdem ich das auch gut vertragen hatte und auch noch einen Kaffee bekommen hatte, kam die Urologin zu mir, die die Untersuchung durchgeführt hatte. Sie erklärte mir, dass sie sich alles angesehen habe und sie weiter nicht tätig geworden sei. Alles sähe gut aus, im Bereich des Schließmuskels wäre auch alles in Ordnung, aber die Gewebeschichten wären noch etwas gereizt, das wäre aber auch noch Normal. Einerseits war ich froh, dass nicht nochmal operiert werden musste, andererseits wollte ich ja Verbesserung. Von ihrer Seite könnte ich nach Hause, sobald der Anästhesist sein OK gibt. Meine Frau wurde angerufen und sollte mich ab 10:30 Uhr abholen. Meine Frau und der Anästhesist kamen fast gleichzeitig und ich durfte nach Hause.
Was ich nicht geglaubt hätte, es war doch eine blutige Angelegenheit. Klar war mir, dass meine Harnröhre gereizt werden würde und dass das Wasserlassen schmerzhaft werden würde. Aber warum Blut? Und warum Gewebeteilchen im Urin?
Laut Urologin wurde ja nur nachgesehen und nichts weiter unternommen. Fakt ist jedoch, dass es sich anders anfühlt. Es ist, jedenfalls zur Zeit, eindeutig wesentlich besser als vor der Untersuchung. Wenn ich zur Toilette muss, ist der Drang bei weitem nicht so stark wie vorher. Auch verliere ich nicht schon vor der Toilette die ersten Tropfen.
Perfekt ist anders, aber die Hoffnung hat Aufwind.

Kurze Frage, was wurde denn zu den Klammern gesagt ?
Bei der Blasenspieglung wurden, laut Aussage der behandelnden Ärztin, kein Auffälligkeiten gefunden. Auf einen Bericht bzw. Befund wartet mein Urologe noch immer.
Für mich wichtig, seit der Untersuchung ist mein „Blasengefühl“ sehr viel besser.